„Jüdische Freunde“

English
Nederlands

Prägende Begegnungen

Der Lebensweg von Armin Mueller-Stahl ist von einer Vielzahl wichtiger Begegnungen mit Menschen jüdischer Herkunft geprägt. Er studierte am Berliner Musikkonservatorium bei Isaac Stern und lernte am Theater von Fritz Wisten. Jurek Becker zählte zu seinen Freunden. Bedeutende Rollen wurden ihm von den Filmschaffenden Agnieszka Holland, Barry Levinson, George Sluizer gegeben. Nicht zu vergessen der aus Deutschland stammende Agent Paul Kohner, der schon 1920 in die USA ging und nach dem Zweiten Weltkrieg einen Brückenschlag zur Filmlandschaft der BRD vollzog. Er war es, der Mueller-Stahl nach Hollywood holte.

Doch auch „jüdische Freunde und Wegbegleiter“ aus der Vergangenheit haben Mueller-Stahl zutiefst geprägt: Komponistinnen und Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy oder Fanny Hensel, Literatinnen und Literaten wie Franz Kafka oder Grete Weil und weitere. Ihnen allen zollt der Künstler mit dieser bedeutenden Porträtreihe seine Ehrerbietung. Die Porträtierten erinnern an die europäische und globale jüdische Geschichte, die Freiheit und Integration aufweist, vor allem aber von einem schrecklichen Ausmaß an Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung jüdischen Lebens in der Schoah geprägt ist.

Mit einem großen Teil seiner Filmrollen hat sich Armin Mueller-Stahl der Aufarbeitung des Nationalsozialismus, der Erinnerung an den Holocaust und dem vielfältigen jüdischen Leben der Gegenwart gewidmet. Seine Porträtreihe der Jüdischen Freunde ist eine konsequente Fortsetzung seiner persönlichen Auseinandersetzung mit einer Geschichte und Kultur, die ihn berührt und fasziniert.

Zurück zur Übersicht

Weiter zum nächsten Text

Drücke Enter, um die Suche zu starten