EIN BILD DER ZEIT

Expressionismus in Film und Kunst

12.2.-12.6.2022

Karl Hofer, Tiller Girls, vor 1927, Öl/Lwd. (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

EIN BILD DER ZEIT. Expressionismus in Film und Kunst

Die Ausstellung beleuchtet den Expressionismus über herkömmliche Gattungsgrenzen hinweg und stellt die wechselseitigen Einflüsse zwischen Malerei, Grafik und Film dar. Sie präsentiert rund 110 Gemälde und Arbeiten auf Papier gemeinsam mit über 40 Filmstills sowie zentralen Sequenzen aus Meisterwerken des expressionistischen Films, von „Das Cabinet des Dr. Caligari“ bis „Metropolis“. 

Der Expressionismus war als kulturrevolutionäre Bewegung von Beginn an bestrebt, Kunst und Leben zu vereinen und die Trennung der Künste aufzuheben. Mehrfachbegabungen wurden zum Ideal der Künstlerinnen und Künstler und das Gesamtkunstwerk zum angestrebten Ziel. „EIN BILD DER ZEIT. Expressionismus in Film und Kunst“ beleuchtet die Stilrichtung über herkömmliche Gattungsgrenzen hinweg und stellt die wechselseitigen Einflüsse zwischen Malerei, Grafik und Film dar.

Im Expressionismus leuchten einerseits Gesellschaftskritik auf, andererseits Ideal- und Traumbilder. Zerrbilder des modernen Menschen werden ebenso thematisiert wie neue Sehgewohnheiten und Verhaltensweisen. Formalästhetisch finden sich die großen Umwälzungen des beginnenden 20. Jahrhunderts in überzeichneten Figuren, starken Kontrasten und verzerrten Perspektiven wieder. Durch die Gegenüberstellung unterschiedlicher Gattungen wird das Bild dieser nervenaufreibenden Zeit lebendig. Nach dem ersten Weltkrieg erlebte der Film in Deutschland einen starken Aufschwung. Die Filme der Weimarer Zeit entstanden im Wesentlichen in Berlin. Im gemalten wie auch bewegten Bild wird deutlich, wie tief der Expressionismus von den Krisen seiner Zeit durchdrungen war und wie lautstark er den rasanten gesellschaftlichen Umbrüchen Ausdruck verlieh.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturaustausch in Tübingen. Neben vielen Leihgaben aus Privatbesitz und Museumssammlungen sowie aus der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden stammt eine große Anzahl von Werken aus dem Bestand der Kunsthalle in Emden. Eine weitere Station der Ausstellung in etwas veränderter Form ist das Museum Georg Schäfer, Schweinfurt, im Winter 2022/23.

Abbildung: Karl Hofer, Tiller Girls, vor 1927, Kunsthalle Emden (c). VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Künstlerinnen und Künstler (Auswahl):

Rudolf Belling, Otto Dix, Lyonel Feininger, Conrad Felixmüller, Arthur Goetz, George Grosz, Erich Heckel, Karl Hofer, Alexander Kanoldt, Ernst Ludwig Kirchner, Käthe Kollwitz, August Macke, Franz Marc, Ludwig Meidner, Paula Modersohn-Becker, Otto Mueller, Gabriele Münter, Emil Nolde, Hermann Max Pechstein, Christian Rohlfs, Karl Schmidt-Rottluff, Martel Schwichtenberg

Filme (Auswahl):

Das Cabinet des Dr. Caligari (Regie: Robert Wiene, Drehbuch: Carl Mayer und Hans Janowitz, 1921).

Der Golem, wie er in die Welt kam (Regie: Paul Wegener, Drehbuch: Paul Wegener, 1921)

Metropolis (Regie: Fritz Lang, Drehbuch: Thea von Harbou, 1927)

Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, Drehbuch: Henrik Galeen, 1921).

Die Filme werden freundlicherweise von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung zur Verfügung gestellt.

Werke

Karl Hofer, Tiller Girls, vor 1927, Öl auf Leinwand, Kunsthalle Emden © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Karl Hofer, Tiller Girls, vor 1927, Öl auf Leinwand, Kunsthalle Emden © VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Filmstill aus: Das Cabinet des Dr. Caligari (Regie: Robert Wiene,Drehbuch: Carl Mayer und Hans Janowitz, 1920). Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Filmstill aus: Das Cabinet des Dr. Caligari (Regie: Robert Wiene,Drehbuch: Carl Mayer und Hans Janowitz, 1920). Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Rudolf Belling, Organische Formen (Schreitender Mann), 1921, Bronze. Sammlung Osthaus Museum Hagen © VG Bild-Kunst, Bonn 2022.  Foto Kühle, Hagen
Rudolf Belling, Organische Formen (Schreitender Mann), 1921, Bronze. Sammlung Osthaus Museum Hagen © VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Foto Kühle, Hagen
Filmstill aus: Metropolis (Regie: Fritz Lang, Drehbuch: Thea von Harbou, 1927). Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Filmstill aus: Metropolis (Regie: Fritz Lang, Drehbuch: Thea von Harbou, 1927). Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
August Macke, Frauenkopf II, 1913, Kohlezeichnung. Stadtmuseum Tübingen Foto: Stadtmuseum Tübingen
August Macke, Frauenkopf II, 1913, Kohlezeichnung. Stadtmuseum Tübingen Foto: Stadtmuseum Tübingen
Alexander Kanoldt, Im Eisacktal, 1911, Öl auf Leinwand. Kunsthalle Emden
Alexander Kanoldt, Im Eisacktal, 1911, Öl auf Leinwand. Kunsthalle Emden
Filmstill aus: Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, Drehbuch: Henrik Galeen, 1921). Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Filmstill aus: Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, Drehbuch: Henrik Galeen, 1921). Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Otto Dix, Nächtliche Erscheinung, 1923, Litographie, Sammlung Osthaus Museum Hagen  © VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf
Otto Dix, Nächtliche Erscheinung, 1923, Litographie, Sammlung Osthaus Museum Hagen © VG Bild-Kunst, Bonn 2022. Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf
Filmstill aus: von morgens bis mitternachts (Regie: Karlheinz Martin, Drehbuch: Herbert Juttke und Karlheinz Martin, 1920). Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von dem Filmmuseum München
Filmstill aus: von morgens bis mitternachts (Regie: Karlheinz Martin, Drehbuch: Herbert Juttke und Karlheinz Martin, 1920). Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von dem Filmmuseum München
Filmstill aus: Das Cabinet des Dr. Caligari (Regie: Robert Wiene,Drehbuch: Carl Mayer und Hans Janowitz, 1920). Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Filmstill aus: Das Cabinet des Dr. Caligari (Regie: Robert Wiene,Drehbuch: Carl Mayer und Hans Janowitz, 1920). Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden

Die Kunsthalle Emden wird gefördert von

Stadt Emden
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Die Ausstellung wird gefördert von

Der Katalog wird gefördert von

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Kulturpartner

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Lüttje Kunst für Kinder im Alter von 2 bis 4 Jahre. Nach Anmeldung kommen Kinder dieser Altersgruppe ein mal pro Woche in die Malschule und probieren sich und viele künstlerische Techniken aus. Kosten: 23 Euro pro Monat inklusive Material.

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Werkstatt für Kinder ab 7 Jahre. Nach Anmeldung kommen Kinder dieser Altersgruppe ein mal pro Woche in die Malschule und probieren sich und viele künstlerische Techniken aus. Kosten: 23 Euro pro Monat inklusive Material.

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Mo, 23.05.2022 18:15 - 19:45 Uhr

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