„Sometimes I feel films“

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Kunst und Schauspielerei

Filme zu fühlen – diese Formulierung passt zu Armin Mueller-Stahls künstlerischer Auseinandersetzung mit dem eigenen Filmschaffen. Nicht konkrete Szenen oder filmische Handlungen interessieren ihn. Es sind vielmehr Stimmungen und Atmosphären, die er teils zeitgleich zu Filmproduktionen, teils in einigem zeitlichen Abstand zu den Drehtagen aus der Erinnerung malt. Besonders deutlich wird dies an den Gemälden zur Verfilmung von Dan Browns Roman Illuminati, die in weiten Teilen ungegenständlich sind.

Aber auch wenn Mueller-Stahl stark figürlich arbeitet, wie in seinem 2004 entstandenen Lithografie-Zyklus Night on Earth – Day on Earth,ist er äußerst an einer nicht-linearen Erzählstruktur interessiert. Entstanden sind die Blätter mehr als zehn Jahre nach Jim Jarmuschs Episodenfilm Night on Earth (1991), in dem Mueller-Stahl einen ehemals ostdeutschen Clown spielt, der sich in New York als Taxifahrer verdingt. Während der Film ausschließlich nächtliche Begegnungen zwischen Taxifahrenden und deren Kundschaft in Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki zeigt, betonen Mueller-Stahls Blätter die feine, poetische, oft tragikomische Flüchtigkeit dieser Momente zwischen den einander eigentlich fremden Menschen.

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