„Mehrfach gekippelt, mehrfach gefallen, aber immer wieder oben auf“

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Einführung

Mit über 90 Jahren blickt Armin Mueller-Stahl auf ein bewegtes Leben. Als Kind hat er den Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg durchlitten. In der Deutschen Demokratischen Republik folgte auf eine lange Zeit größter Beliebtheit und unzähliger Rollen im Theater und Film, der jähe Absturz eines politisch unliebsam Gewordenen.

Viele Abschiede, aber auch Neuanfänge liegen hinter dem Künstler: Die Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland zu Beginn der 1980er Jahre mit Erfolgen in Film und Fernsehen. Fulminant die Anerkennung in Hollywood ab Ende der 1980er, gekrönt von einer Oscarnominierung. Anfang dieses Jahres ein weiterer Abschied, die Heimstatt in Kalifornien fällt den Waldbränden zum Opfer.

Zeit seines Lebens hat der aus einer musischen Familie stammende Schauspieler gemalt. Er beschäftigt sich mit autobiographischen, filmischen und vor allem politischen Themen. Das Malen ist für Mueller-Stahl ein Befreiungsschlag. Er kann schwierige Inhalte, wie Krieg, Flucht und Migration, verarbeiten. „Wenn ich das umgesetzt habe, fühle ich mich wohler, ein Stück befreiter von der Beklemmung.“ Noch heute malt der 1930 im ostpreußischen Tilsit Geborene täglich.

Für Armin Mueller-Stahl verbindet die Malerei vieles mit der Schauspielkunst: Mit wenigen Gesten das Wesentliche erfassen, spontan und voller Ausdruckskraft. Aus seinen Bildern spricht so letztlich etwas zutiefst Spielerisches und Lebensbejahendes.

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