„Allegro furioso“

English
Nederlands

Wütend über das Weltgeschehen

Armin Mueller-Stahl wird nicht müde zu betonen, dass er „den Zweiten Weltkrieg erleben musste und überleben durfte.“ Es ist diese existentielle Erfahrung von Tod, Gewalt, Schmerz und Angst, aber auch Zusammenhalt, Liebe und Hoffnung, die ihn als Mensch tief geprägt hat.

Mit großem Einfühlungsvermögen, aber auch Wut und Empörung widmet er sich in seiner Malerei den Gewaltexzessen unserer Gegenwart. Er erschafft würdevolle und gleichsam mahnende Erinnerungsbilder, wie das zu Ehren der von Milizen ermordeten iranischen Studentin Neda Agha-Soltan (1982–2009) entstandene Bild Erschossen in Teheran — Neda (2009). Aber auch Bilder voller Fassungslosigkeit entstehen, liest man den Text des Gemäldes Die Nazis und der Nahe Osten… (2015).

„Dinge, die man eigentlich nicht malen kann, werden plötzlich ein Bild,“ äußerte Mueller-Stahl einmal. Dies gilt auch für seine großformatige Arbeit Allegro furioso (München New York), auf der er die Namen der Städte eingeschrieben hat, in denen in den letzten Jahrzehnten furchtbare terroristische Anschläge auf die Zivilbevölkerung verübt worden sind: Kabul, London, Manila, München, New York, Nizza, Paris.

Zurück zur Übersicht

Weiter zum nächsten Text

Drücke Enter, um die Suche zu starten