Hier sehen Sie den Gründer der Kunsthalle Emden, Henri Nannen, im Alter von
76 Jahren vor sich - gemalt von dem deutschen Künstler Bernhard Heisig. Drei Jahre bevor dieses Porträt 1989 entstand, war die Kunsthalle eröffnet worden. Dr. Katharina Henkel:
"Es zeigt ihn so ein bisschen innehaltend, fast zurückblickend, er hat die Brille runtergenommen, er hält sie in den Händen. Also er will nicht in die Ferne schauen, sondern eher in sich hinein, zurück - und, ja, er hat im Grunde genommen sein Lebenswerk in mehrfacher Hinsicht erfüllt, was man diesem Bild ganz schön ansehen kann."
Ganz oben links hat der Maler einen Verweis auf die Kunstsammlung Henri Nannens ins Bild gesetzt: Dort erkennt man das Lieblingsbild von Henri Nannen: Die "Blauen Fohlen" von Franz Marc - wiedergegeben in der typischen, offenen Pinselführung Bernhard Heisigs. Als Nannen dieses bedeutende Gemälde erwarb, war es das teuerste Werk seiner Sammlung. Heute nimmt es einen Ehrenplatz in der Kunsthalle ein. Ganz rechts im Bild ist ein anderer interessanter Hinweis zu entdecken: In rotes Leder gebunden stehen dort die Bände der Illustrierten "Der Stern", deren Gründer und Chefredakteur Nannen war. Oberhalb davon zeichnet sich in türkisblauen Tönen ein Buddelschiff ab. Es verweist auf die Hafenstadt Hamburg als Redaktionssitz des "Stern" und zugleich auf Nannens Heimatstadt Emden, der er seine private Kunstsammlung zum Geschenk machte.
Ist Ihnen aufgefallen, dass Henri Nannen seine Brille nicht nur in den Händen hält, sondern zugleich mit einem weißen Taschentuch reinigt?
"Das ist dann doch ein ganz subtiler, aber interessanter Hinweis: Denn wenn man die Brille putzt, dann möchte man ja eigentlich eine klare Sicht haben (...) so als wolle Henri Nannen in dem Moment (...) seinen Blick (...) schärfen...
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