Erfahren Sie aus erster Hand mehr über Otto van de Loo und sein Wirken: Am Sonntag, 11. Februar, um 12.30 Uhr führt Kuratorin Kristin Schrader ein öffentliches Gespräch mit E. R. Nele und Marie-José van de Loo zur Ausstellung BILDER WIE ENERGIEMASCHINEN im Atrium. Es wird spannend und kurzweilig, wenn Künstlerin E. R. Nele, heute 91 Jahre alt, von den "wilden" Jahren Ende der 50er in München berichtet. Sie ist übrigens die Tochter von Arnold Bode, dem Begründer der documenta in Kassel. Marie-José van de Loo, Galeristin und Tochter von Otto van de Loo, eröffnete 1998 eigene Räume. Mit neuen Positionen erweiterte sie das Programm ihres Vaters, arbeitete gleichzeitig aber auch weiter mit Künstlern seiner „alten“ Galerie zusammen. Wie dieser verstand sie sich als Pilotgaleristin, die junge oder vergessene Künstler über einen längeren Zeitraum und unabhängig von schnellen Markterfolgen begleitet.
Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist im Museums-Eintritt enthalten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zur Person E.R. Nele (*1932 in Berlin): Ihre künstlerische Ausbildung absolvierte sie Anfang der 50er Jahre in Berlin, London und Paris. Ab Ende der 1950er lebte E. R. Nele zunächst in München und anschließend in Zürich, seit 1965 in Frankfurt am Main. Sie hatte Lehraufträge für Metallskulptur in Salzburg, Frankfurt am Main und Gießen, war Teilnehmerin der documenta II (1959) und der documenta III im Jahr 1964. Ihre Skulpturen sind in zahlreichen Museen wie der Neuen Pinakothek in München, in renommierten Privatsammlungen und im öffentlichen Raum zu finden. Eine ihrer bekanntesten Arbeiten ist die Installation Die Rampe auf dem Gelände der Universität in Kassel, ein Mahnmal für die Deportierten und Opfer des Holocaust und des nationalsozialistischen Regimes, das am 8. Mai 1985 eingeweiht wurde, dem 40. Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus.
