Die Premiere des Emder CSD im Jahr 2023 war ein Riesenerfolg und so liegt es nahe, dass die Veranstaltung dieses Jahr nicht nur wiederholt, sondern unter dem Motto "Queer dör Emden" noch größer stattfinden wird. Die politische Botschaft der Veranstaltung am 29. Juni 2024 lautet nach wie vor: Toleranz, Akzeptanz, Liebe, Demokratie - gegen Ausgrenzung, Hass, Hetze und (Fremden-)Feindlichkeit.
Erfahren Sie alle Informationen aus erster Hand vom Orga-Team des CSD Emden, stellen Sie Fragen und diskutieren Sie mit. Lisa Felcitas Mattheis freut sich auf einen spannenden Talk mit gleich zwei Gästen.
Zu den Personen:
Janik Daniels:
Janik Daniels ist 2017 fürs Studium der Sozialen Arbeit nach Emden bzw. Ostfriesland gezogen. Direkt zu Anfang seiner Zeit in Emden engagierte er sich zunächst ehrenamtlich beim queeren Schulaufklärungsprojekt SCHLAU Ostfriesland für die queere Community. In diesem Projekt übernahm er ab dem Sommer 2018 für ca. 5 Jahre die Leitung. Von 2020 bis 2022 führte er dann das Café Life-Point und gründete eine neue Jugendgruppe (QueerBeet). 2021 begann er hauptberuflich im Gesundheitsamt als Sozialarbeiter zu arbeiten und fungiert dort seitdem u.a. den Gruppen des Life-Points, sowie der Stadt und Externen als Ansprechperson für das Life-Point. Als Versammlungsleiter organiert er seit Ende 2022 mit einem breit aufgestellten Team bereits den zweiten Emder CSD. Im Juni 2023 hast sich der Verein Queeres Netzwerk Ostfriesland e. V. gegründet, bei dem er der 1. Vorsitzende ist.
"Auch wenn ich Emden als eine recht weltoffene Stadt erlebe, hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass es auch hier und in der Region noch einiges im Rahmen der queeren Emanzipation zu tun gibt. Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der Menschen ihr Leben frei und selbstbestimmt gestalten können frei von Diskriminierug aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität. Dafür lohnt es sich zu kämpfen."
Stefan Bergmann (56), Journalist (ehem. EZ-Chefredakteur)
Wahl-Ostfriese, kommt aus Münster, hat dort und in Berlin unter anderem Publizistik und Philosophie studiert. War Chefredakteur zweier Zeitungen und arbeitet jetzt als Digitalchef für den Ostfriesischen Kurier in Norden.
Zum Organisationsteam des CSD Emden ist er im Dezember 2022 gestoßen, ursprünglich, um „nur“ die Pressearbeit zu übernehmen. Inzwischen organisiert er wie die vielen anderen Helfer*innen alles mit und kümmert sich gemeinsam mit dem Team um die vielen Tausend Kleinigkeiten, die passen müssen, damit es ein fröhlicher, aber auch politischer CSD wird. Zu seinem Antrieb sagt er: „Ich bin weit davon entfernt, ein Aktivist für irgendetwas zu sein. Aber ich bin ein großer Fan von einem humanistischen Weltbild, und das besagt, dass jeder leben kann, wie er oder sie will, solange niemand anderes dadurch beeinträchtig wird. Die queere Community ist weit davon entfernt, allgemein akzeptiert zu sein - auch wenn es Fortschritte gegeben hat. Ich möchte mithelfen, dass queer als etwas normales wahrgenommen wird, damit es keine CSDs mehr braucht. Aber das wird wohl noch lange dauern.“
