Welt aus den Fugen

Scharl, Katz, Radziwill

9.10.2021-30.1.2022

Josef Scharl, Blinder Bettler im Café, 1927, Öl (c) Susanne Fiegel

Josef Scharl, Hanns Ludwig Katz und Franz Radziwill – drei Künstler, deren Lebenswege nicht unterschiedlicher sein könnten. Was sie vereint ist ihre Generation. Allesamt sind sie in den 1890er Jahren geboren. Doch obwohl die Künstler die Kollektiverfahrung des Ersten Weltkriegs, der unruhigen Jahre der Zwischenkriegszeit sowie den aufkommenden Nationalsozialismus und (in Teilen) den Zweiten Weltkrieg erlebten, haben die Künstler unterschiedliche Konsequenzen daraus gezogen. Während Katz als jüdischer Künstler nach Südafrika flüchtete und dort 1940 starb, emigrierte Scharl in die USA, um nie mehr nach Deutschland zurückzukehren. Radziwill hingegen war zunächst der NSDAP zugeneigt und wurde während des Krieges geläutert – was sich teilweise in nachträglichen Übermalungen widerspiegelt.

In dieser stark biografisch aufgearbeiteten Ausstellung werden die unterschiedlichen Lebenswege der Künstler sowie deren kunsthistorische Entwicklung anhand historischer Dokumente wie Briefverkehr und Fotografien nachvollziehbar gemacht.

Parallel laufen im Erdgeschoss "SVEN DRÜHL. Apokryphe Landschaften" und "DOING MUSEUM. Wer wir sind, was wir tun" (beide verlängert bis 30.01.2.22).

Abbildung: Josef Scharl (1896-1954), Blinder Bettler im Café, 1927, Öl auf Rupfen (c) Susanne Fiegel

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