Kooperation mit dem Drents Museum Assen (NL) für THE AMERICAN DREAM

29.06.2016

Im Herbst 2017 präsentieren das Drents Museum in Assen (Niederlande) und die Kunsthalle Emden (Deutschland) gemeinsam eine umfangreiche internationale Ausstellung mit dem Titel „The American Dream“ als zweiteilige Schau, die an beiden Orten parallel läuft. Die Doppelausstellung in Assen und Emden ist ein Überblick über den amerikanischen Realismus von 1945 bis heute, darunter Werke von Edward Hopper, Andy Warhol, Alice Neel, Richard Diebenkorn, Martha Rosler, Alex Katz und Chuck Close.

„The American Dream“ ist die erste große Übersichtsausstellung zum amerikanischen Realismus in Europa. Das Drents Museum konzentriert sich auf die Kunst von 1945 bis 1965, während die Kunsthalle Emden ihren Fokus auf die Zeit von 1965 bis zur Gegenwart richtet. Erst kürzlich waren die Kuratoren beider Häuser gemeinsam in die USA gereist, um Gespräche mit Museen und Sammlungen zu führen, die über bedeutende Bestände auf diesem Gebiet verfügen. Dr. Katharina Henkel, komiss. wissenschaftliche Direktorin der Kunsthalle, berichtete nach der Rückkehr aus New York von einer sehr positiven Resonanz auf das Projekt. Geplant ist die Doppelschau für den Zeitraum 11. November 2017 bis 27. Mai 2018.

Das Drents Museum begann im Jahr 2009 mit seiner Ausstellungsreihe zum Thema „Internationaler Realismus“. Nach dem „Realismus in Leipzig“ (2009), dem „Sowjetischen Mythos“ (2012) und „Kim Utopia“ (2015) wendet das Haus mit dem „American Dream“ seinen Blick nun auf die Kunst des Westens. Nach dem Zweiten Weltkrieg war in den USA neben der abstrakten Kunst auch eine neue Form des Realismus entstanden: ein kühler realistischer Blick auf den Alltag und den “The American way of life“. Für das Projekt „The American Dream“ hat das Drents Museum die Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Emden gesucht, das im Jahr 2010 mit der großen Ausstellung „Das Abenteuer der Wirklichkeit“ mit großem Erfolg ein wichtiges Projekt zum Thema Realismus realisiert hatte.

„The American Dream“ schlägt nun eine Brücke zwischen den beiden Häusern, die grenznah und nur rund eine gute Stunde Fahrtzeit voneinander entfernt liegen. Die innovative Ausstellungskooperation bietet vielfältige Anknüpfungspunkte auch in den Bereichen des grenzüberschreitenden Marketings, im Tourismus und für die Finanzierung. Diese Ansätze sollen in der Zukunft auch weiter ausgebaut werden.

Das Foto zeigt die Kuratoren beider Museen bei einem Termin in New York, von links nach rechts: Antje Mählmann (Volontärin, Emden), Peter Trippi (Projektmitarbeiter, USA), William Louis-Dreyfus (Sammler), Dr. Katharina Henkel (kommiss. wissenschaftliche Direktorin, Emden), Harry Tupan (Deputy Director, Assen), Annemiek Rens (Kuratorin, Assen).

Nachtrag: heute, am 28.09., erreichte uns die traurige Nachricht, das William Louis-Dreyfus am 16. September im Alter von 84 Jahren verstorben ist.