‘Otto und wir’ – Sommerprojekt zur Otto Mueller-Ausstellung

23.06. - 03.08.2016

Hier geht es direkt zur Klang-Collage für die “Sommerinsel”:

Pünktlich zum Ferienbeginn hat Emden einen neuen Ort zum Ausspannen – mitten in der Stadt: die Designerin Helma Janssen verwandelt die Grünfläche vor der Kunsthalle, die inzwischen „Henri Nannen Platz“ heißt (früher: Hahnsche Insel), für die Dauer der Schulferien in die „Otto Mueller-Sommerinsel“. Sechs Wochen lang kann man hier also “kunstvoll chillen” auf Liegestühlen die Helma Janssen mit selbst bedruckten Stoffen bespannt hat, und die dort jeden Tag auf- und abgebaut werden. Die Stühle sind versehen mit einem QR-Code, der – per Mobiltelefon eingescannt – zu einer Soundcollage der Künstlerin aus Lieblingsnaturklängen von Besuchern der Kunsthalle führt. So kann der Nutzer beispielsweise seine Mittagspause mit Vogelgezwitscher im Ohr genießen. Wer sich kein Picknick mitgebracht hat, kann im Museumscafé „Henri’s“ Snacks und Getränke to go kaufen (z.b. Lunchpaket “Sommerinsel” für 4 €).

Regelmäßig freitags ab 12.30 Uhr werden auch Mitarbeiter der Kunsthalle auf der Sommerinsel eine halbe bis dreiviertel Stunde Pause machen und sich gern von den Gästen in Gespräche verwickeln lassen. Zu folgenden Terminen können sind Kolleginnen und Kollegen bei ihrer “Kunstpause” auf der Sommerinsel anzutreffen – abhängig von der Wetterlage:

01.07.  Torsten Wierth, (Mitarbeiter PR/Marketing)

08.07. Antje-Britt Mählmann (Volontärin wiss. Abteilung)

15.07. Daphne Andersch (Volontärin Museumspädagogik)

22.07. Ilka Erdwiens (Leiterin PR/Marketing)

29.07. Claudia Ohmert (Leiterin PR/Marketing)

Wer bei diesem Gespräch Lust auf  einen Museumsbesuch bekommt, kann der Kollegin/dem Kollegen einfach Bescheid sagen und erhält an diesem Tag als Pausen-Bekanntschaft Ermäßigung auf den Eintritt in die Kunsthalle (6 € statt 8 €).

So erweitert die Sommerinsel-Aktion für die Laufzeit der niedersächsischen Schulferien das Museumsgeschehen in den öffentlichen Raum und bietet den Emderinnen und Emdern einen temporären Ort für sommerlichen Freizeitgenuss mitten in der Stadt. Auch im Museum selbst hat Helma Janssen einige Überraschungen für die Besucher eingerichtet, beispielsweise Hörstationen mit subjektiven Expertenmeinungen zu Muellers Werk – von einer Restauratorin, einer Kunsthistorikerin, einer Therapeutin und Jugendlichen – oder ein Mueller-Mega-Puzzle, das auf einer Seite das bekannte Mueller-Bild “Knabe vor zwei stehenden und einem sitzenden Mädchen” von 1918 zeigt und auf der anderen interessante Informationen und Anregungen zu Künstler und Werk anbietet.

Das Projekt ist die Abschlussarbeit von Helga Janssen im Studiengang ‚Spiel- und Lerndesign‘ an der renommierten Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale).  Sie hat ihre Arbeit unter dem Titel „Otto und wir“ speziell zur aktuell laufenden Ausstellung „Otto Mueller – natürlich nackt“ (noch bis 25.9.) entwickelt und wurde dabei von Claudia Ohmert begleitet. Die Leiterin der Museumspädagogik/kunst aktiv der Kunsthalle, sagt dazu: „Dieses Projekt passt wunderbar in unser Labor-Konzept, weil wir dort junge, frische Formate erproben wollen. Besonders solch eine Vernetzung mit Studenten passt hierher. Und gerade die ‚Sommerwiese‘ ist ideal, weil wir uns in diesem Jahr im Labor mit dem Oberthema Gesundheit auseinander setzen.“

Die Ostfriesin Helma Janssen ist aufgewachsen auf einem Bauernhof in Driever (Nähe Leer) und lebt derzeit in Leipzig. Nach dem Abitur studierte sie Grafikdesign in Hamburg und später Kunstpädagogik in Groningen. Seit 2009 arbeitet sie selbstständig als Grafikdesignerin. Seit 2014 absolviert sie neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit ein Masterstudium zur Spiel- und Lerndesignerin an Burg Giebichenstein – Kunsthochschule Halle. In diesem Studiengang geht es im weitesten Sinne ums Spielen und Lernen, wie z.B. die Entwicklung und Gestaltung von Spielprodukten, Spielaktionen, Spielräumen und Lernmitteln. Die partizipativen Angebote unter dem Titel “Otto und wir” rund um die Otto-Mueller-Ausstellung entwickelte Helma Janssen im Rahmen ihrer Masterarbeit in Kooperation mit der Kunsthalle Emden.