Musik im Raum: full house für das oh ton-Ensemble

07.02.2012

Emden hatte offenbar Lust auf Kopf-Abenteuer: Beim Konzert des oh ton-Ensemble für zeitgenössische Musik am Dienstag, 07.02.2012, war das Atrium der Kunsthalle fast bis auf den letzten Platz besetzt. das Ensemble hatte mit der Oldenburger Malerin Doris Garduhn ein ungewöhnliches Konzept aus Sound, Licht und Dramaturgie entwickelt. Die Künstlerin projizierte Bilder und schuf mit dem Einsatz von Licht Stimmungen, die die Klänge in der Wahrnehmung ergänzten oder erweiterten.

Die Musiker waren Keiko Murakami – Flöte und Schlagzeug, Eva Boesch – Violoncello, Thomas Hell – Piano, Michael Pattmann – Percussion. Auf dem Programm stand Musik von Nikolaus A. Huber, Eckart Beinke, Kaija Saariaho, Simon Steen-Andersen, Frederic Rzewski, Robin Hoffmann, Joji Yuasa, Juliane Klein und Michael Maierhof. Sein Stück „Shopping 4“ wurde ausschließlich auf Luftballons gespielt wird und entwickelte eine Klanglichkeit nahe der elektronischen Musik. Andere Stücke wurden dezent verstärkt und über Lautsprecher im Raum verteilt. Aufgrund des aufwändigen technischen Aufbaus für Instrumente, Technik und Lichtanlage konnten nur 65 Sitzplätze geschaffen werden, die nahezu sämtlich besetzt waren. “Das ist ein sehr schöner Erfolg”, sagte Organisator, Komponist und oh-ton-Gründer Eckard Beinke. “Zeitgenössische Musik hat es schwer, sie ist selten im Radio oder Fernsehen zu hören, so kann sich kein Publikum entwickeln. Dass zu unserem ersten Auftritt in Emden seit Jahren gleich so viele Leute kommen, zeugt vom Interesse und der großen Offenheit der Musikfreunde hier. Auch die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium am Treckfahrtstief war fabelhaft.” In Vorbereitung auf die Konzerte besucht das Ensemble in jeder Stadt eine Schulklasse. So wurde in Emden eine 10. Klasse des Gymnasium am Treckfahrtstief (GaT) im Vorfeld des Konzertes zweimal besucht, um neue Musik und das Konzert vorzustellen. Dieses oh ton-Projekt wird vom Land Niedersachsen, der Stadt Oldenburg, der OLB und der EWE-Stiftung unterstützt und gefördert. Mehr Info auf der Homepage von oh ton: