Eske Nannen

Die gebürtige Emderin Eske Nannen war Henri Nannen von Kindheit an durch eine enge familiäre Freundschaft verbunden. Nach dem Abschluss seiner journalistischen Karriere fand Nannen in ihr eine Gleichgesinnte, die seine Kunstbegeisterung teilte und das erforderliche kaufmännische Wissen sowie das Organisations-Talent mitbrachte, um die gemeinsame Heimatstadt Emden für die Kunst zu gewinnen. Der Erfolg erster Projekte wie die Gründung der Malschule für Kinder und Jugendliche und kurz darauf des Kunstvereins Ludolf Backhuysen-Gesellschaft ließen die Idee von der Kunsthalle Emden reifen, die 1986 als lebendige Begegnungsstätte zwischen Bürgern und Bildern Realität wurde.

Mit der Eröffnung des Erweiterungsbaus am 2.Okt. 2000, drei Jahre nach dem Tod Henri Nannens, durch Bundeskanzler Gerhard Schröder begann für die Kunsthalle eine neue Zeitrechnung. Die Realisierung dieses 17 Millionen DM-Projektes wäre ohne Eske Nannen undenkbar gewesen, ebenso wie der 2007 abgeschlossene vierte Bauabschnitt mit einem Kostenvolumen von ca. 8 Mio Euro. Eske Nannen genießt insbesondere als einfallsreiche Fundraiserin und als Verfechterin von kultureller Bildung von Kindern und Jugendlichen große Anerkennung.

Im Jahr 2003 war Eske Nannen Mitbegründerin der Jugend-Bildungs-Kultur-Initiative „Kinder zum Olymp. Neben vielen weiteren Ehrungen wurde Eske Nannen im Dezember 2006 mit der Landesmedaille des Landes Niedersachsen ausgezeichnet; im Frühjahr 2008 erhielt sie den Deutschen Fundraising-Preis. Sie ist unter anderem Mitglied im Stiftungsrat der Berlinischen Galerie, in den Kuratorien der Ibach-Denk-mal-Stiftung (Bamberg), der Fritz-Winter-Stiftung (München), der Stiftung Internationaler Deutscher Kunst (ID Kunst), der Hypo-Kulturstiftung (München), der Alanus-Hochschule (Alfter) und des Museums Schloss Derneburg gGmbH. Als Jury-Mitglied wirkt sie beispielsweise bei der Vergabe des Niedersächsischen Staatspreises (Hannover), beim Wettbewerb ‚Jugend creativ’ des Bundesverbandes deutscher Volks- und Raiffeisenbanken (Berlin), bei der Vergabe des Museumspreises der Niedersächsischen Sparkassenstiftung (Hannover) sowie bei der Verleihung des Nord-West-Awards (Bremen) mit. Darüber hinaus hat sie einen Sitz im Hochschulrat der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg und im Herausgeber-Beirat des KiKuMa (Kinderkunstmagazin) des Lübbe-Bastei-Verlages.

Vita

Geburtsdatum: 4.1.1942 als Eske Nagel
Geburtsort: Emden