Vorschau

Hier als pdf-Datei: Kunsthalle_Jahresprogramm 2016

 

2016

 Nikolai Astrup: Norwegen. Eine Entdeckung

2. Oktober 2016 – 22. Januar 2017

In seinem Heimatland Norwegen zählt Nikolai Astrup (1880 – 1928) zu den bekanntesten und beliebtesten Künstlern. Seine Gemälde und Druckgrafiken der wilden und beeindruckenden Natur sowie des traditionellen Lebens West-Norwegens haben das Bild dieses Landes, auch das Selbstbild seiner Einwohner, entscheidend geprägt. Bedeutende Werke finden sich im Nationalmuseum in Oslo, weiteren norwegischen Museen und zahlreichen privaten Sammlungen. Umso erstaunlicher, dass der Zeitgenosse Edvard Munchs außerhalb Skandinaviens kaum bekannt ist.  Die Kunsthalle Emden widmet diesem einfallsreichen und außergewöhnlichen Einzelgänger die erste Ausstellung überhaupt in Deutschland. Die Ausstellungstournee ist eine Kooperation mit der Dulwich Picture Gallery (London) und dem Henie Onstad Kunstsenter (Oslo).

Jubiläums-Ausstellung anlässlich des Jubiläums “30 Jahre Kunsthalle”

2017

Maxim Kantor: das neue Bestiarium. Gemälde und Puppen

28. Januar bis 7. Mai 2017

Im Zuge der Ausstellung der Kunsthalle Emden “Glasnost und Perestroikja. Die neue Freiheit der sowjektischen Maler” lud Henri Nannen Maxim Kantor 1987 nach Emden ein. In der Sammlung der Kunsthalle befinden sich viele Werke des heute international anerkannten Künstlers. 2015 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft. Die Ausstellung anlässlich seines 60. Geburtstags konzentriert sich auf neuere Arbeiten, die sich mit der Rückkehr von Monstern und anderen mythischen Gestalten in unsere heutige Zeit, respektive dem Rückschritt der Gesellschaft in eine mittelalterliche Finsternis befassen.

Your Story! Geschichten von Flucht und Migration

(Arbeitstitel)
13.  Mai bis 05. November 2017

Emden ist für 2017 als eine “Reformationsstadt Europas” ausgezeichnet worden und stellt in einem umfangreichen Programm das aktuelle Thema der Migration in den Mittelpunkt. Emden gehörte im 16. Jahrhundert neben Genf und Wittenberg zu den wichtigsten Stätten der Reformation, da es Tausende von Glaubensflüchtlingen aus den benachbarten Niederlanden während des spanisch-niederländischen Kriegs (1568–1648) aufnahm. Die Ausstellung Your Story! will Raum geben für Darstellungen individueller Geschichten der Flucht und Migration in der modernen und zeitgenössischen Kunst. Gezeigt werden u.a. Werke von Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme, Etel Adnan, Kader Attia, Ergin Cavusoglu, Felix Gonzales-Torres, Jonas Mekas, Antonio Paucar, Anny und Sibel Öztürk, Mika Sperling und Hamid Suleiman.

Baby, you can drive my car…100 Jahre Auto, Mobilität und Kunst – Vom Futurismus über Popkultur zum autonomen Fahren

(Arbeitstitel)
15. Juli bis 05. November 2017

Keine technische Erfindung hat die Kunst so nachhaltig und vielfältig beeinflusst wie das Automobil. Namhafte Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts haben sich mit der individuellen Mobilität auseinandergesetzt. Diese Ausstellung spannt einen Bogen über hundert Jahre Automobilität in der europäischen und amerikanischen Kunstgeschichte: vom Aufbruch im Futurismus über Pop Art, kritischer Realismus, Zero, Happening, Fluxus, Color Photography bis zur künstlerischen Auseinandersetzung aus jüngster Zeit. Die Kunstwerke erzählen von einem Mythos, der zahlreiche Gesichter hat und nicht nur das Auto betrachtet. Das Auto war und ist Kult – ob als geliebter Gebrauchsgegenstand, soziales Symbol, ästhetisches Objekt oder als hässliche Waffe, als groteske Karikatur, als Abbild gesellschaftlicher Entwicklung oder nostalgische Verklärung. Das aber hat es seinem Abbild zu verdanken: im Gemälde, in der Fotografie, als Skulptur, als Objekt, und in Installationen, ebenso wie in Filmen, in Texten und Songs.

Sammlung mit neuem Blick

(Arbeitstitel)
02. September bis 05. November 2017

The American Dream: Bilder des amerikanischen Realismus seit 1965

18. November 2017 bis 27. Mai 2018

Die Doppelausstellung, die parallel im Drents Museum Assen und in der Kunsthalle Emden laufen wird, präsentiert den amerikanischen Realismus von 1945 bis heute, unter anderem mit Werken von Edward Hopper, Andy Warhol, Alice Neel, Richard Diebenkorn, Martha Rosler, Alex Katz und Chuck Close. Nach dem 2. Weltkrieg symbolisiert die Abstraktion der New York School und nachfolgenden Künstlergenerationen den Wiederneuanfang und eine scheinbare Entideologisierung der Kunst in den USA. Dieser von einflussreichen Kunstkritikern geförderten Abstraktion steht der amerikanische Realismus gegenüber. Seine verschiedenen Strömungen und Künstlerpositionen spielen eine vom Kunstbetrieb nur teilweise gewürdigte und dennoch bedeutende Rolle in der Entwicklung der amerikanischen Kunst. Sie zeigen zum Beispiel die realen Lebensbedingungen der Amerikaner auf, vertreten gesellschaftskritische Positionen und legen den Fokus verstärkt auf die menschliche Figur und die menschliche Existenz in den USA.”American Dream” Es ist die erste große Übersichtsausstellung zum amerikanischen Realismus in Europa. Das Drents Museum konzentriert sich auf die Kunst von 1945 bis 1965, während die Kunsthalle Emden ihren Fokus auf die Zeit von 1965 bis zur Gegenwart richtet.

 Hinweis für Erstbesucher der Kunsthalle:

Neben den wechselnden Ausstellungen ist stets nur ein kleiner Teil des umfangreichen Sammlungsbestandes ausgestellt. Bekannte Kunstwerke sind oftmals auch als Leihgaben an andere Museen ausgeliehen. Wenn Sie also anreisen, um ein ganz spezielles Werk oder einen bestimmten Teil der Sammlung zu sehen, empfehlen wir einen Anruf unter Tel. 04921 975050 oder E-Mail an kunsthalle@kunsthalle-emden.de. Unser Team gibt Ihnen gern Auskunft, ob das jeweilige Werk aktuell zu sehen ist.

Zwischen den Ausstellungen muss die Kunsthalle  in der Regel wegen der Umbau-Arbeiten geschlossen bleiben. Selten ist ein kleinerer Teil zugänglich, der nicht umgehängt wird. Wenn Sie konkrete Termine daraufhin überprüfen wollen,  fragen Sie uns gern per Telefon oder Mail an.