ab 11.02.: Karl Hofer. Von Lebensspuk und stiller Schönheit.
Karl Hofer (1878 – 1955) zählt – ähnlich wie Max Beckmann oder Oskar Kokoschka – zu den großen Einzelgängern des 20. Jahrhunderts. Während sein Frühwerk in der Tradition von Arnold Böcklin und Hans von Marées steht, findet er um 1920 zu seiner unverwechselbar eigenen Bildsprache, die ihn in die Nähe der Neuen Sachlichkeit rückt. Hofers besonderes Interesse galt stets der Darstellung des Menschen. Seine Figuren sind von spröder Schönheit und scheinen oftmals still ihren Gedanken nachzuhängen. Einmal gefundene Bildkompositionen variierte er über Jahre hinweg immer wieder. Die Ausstellung konzentriert sich deshalb auf Themen und Bilder, mit denen sich Hofer stets auf’s Neue künstlerisch auseinander gesetzt hat: die sogenannten Mädchen mit Blumen und Jungen mit Ball, Frauenakte, Lesende, Schreibende und Musizierende, Maskeraden, Zirkusdarstellungen und Festgesellschaften. Das zeitliche Spektrum umfasst fünf schaffensreiche Lebensjahrzehnte, mit dem Schwerpunkt auf den 1920er und 1930er Jahren. die Ausstellung vereint rund 75 Gemälde aus Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie selten und noch nie gezeigte Werke aus privaten Sammlungen. Ausgewählte Zeichnungen sowie ein Skizzenbuch mit Karikaturen und ein von Hofer skizziertes Verzeichnis seiner ab 1943 entstandenen Werke runden die Schau ab.



